Kulturfahrten

Besuch des Fernsehgartens in Mainz – 2016

Ob spannende Tipps, ob Musik, ob interessantes Kochen, Heimwerken oder Artistik und vieles mehr, der ZDF-Fernsehgarten ist immer für eine Überraschung und einen interessanten Tag gut.
So lud unser Kulturwart Rolf Staude alle interessierten Wanderer/Innen und Gäste zu einer Fahrt nach Mainz zum Besuch des Fernsehgartens mit vielen Überraschungen ein. Die anschließende Weiterfahrt führte uns nach Wiesbaden zur Besichtigung der Stadt nach einem ausgiebigen Mittagessen im Ratskeller.

Im Fernsehgarten konnten wir dann erleben, wie Fernsehen mit seiner vielfältigen notwendigen Technik life „gemacht“ wird und konnten die Stars haut nah bestaunen. Bei einem Spaziergang über die weitläufigen Anlagen des ZDF-Fernsehstudios auf dem Lerchenberg konnten wir das Gelände besichtigen.

Die Sonne schien mit voller Kraft, es war wunderbar warm. Bei einer Busfahrt durch die Hessische Landeshauptstadt Wiesbaden konnten wir den Reiz auch dieser Stadt erahnen.
Auf der Rückfahrt gab es dann viel zu erzählen und zu lachen. Alle waren der Meinung, es war mal wieder ein schöner Tag und eine gelungene Jungfernfahrt unseres neuen Kulturwartes Rolf.
Danke für die Organisation und den schönen Tag.

ES

Kulturfahrt in 2014 nach Oslo

Die diesjährige Kulturfahrt führte uns nach Oslo. Am 17. Oktober 2014 morgens um 06.00 Uhr machten sich 36 Wanderfreund-e/innen sowie Gäste auf den Weg über Kiel nach Oslo. Zunächst führen wir mit unserem Bus über die Autobahn ohne Stau zu unserem ersten Ziel in Kiel. Dort angekommen haben wir gestaunt, wie groß unser Schiff der Color-Line nach Oslo war. Um 13.00 Uhr konnten wir auf dem Schiff (Color –Magic) unsere Kabinen beziehen. Es waren alles Außenkabinen auf den Decks 9, 10, und 11. Die Kabinen waren zwar klein aber gemütlich eingerichtet. Das Bullauge hatte einen Durchmesser von ca. 1 m, so hatte man eine schöne Sicht auf das ruhige Meer.

Das Schiff mit 75.100 BRT ist 224 m lang und 35 m breit und verfügt über 15 Decks. Im unteren Bereich sind die PKW- und LKW-Fahrzeuge untergebracht. Ab dem 6. Deck aufwärts ist der Passagierbereich. Auf Deck 7 ist eine 163 m lange Einkaufspromonade bei einer Höhe von 9 m untergebracht. Das Schiff wurde im September 2007 in Betrieb gestellt. Es wird angetrieben von 4 Dieselmotoren mit einer Gesamtleistung von 42.400 PS, so dass eine maximale Geschwindigkeit von 22,3 Knoten (41 km/h) erreicht wird. Das Kreuzfahrschiff wird von 250 Crewmitgliedern betreut und besitzt 1.015 Passagierkabinen für 2.700 Reisende.

Pünktlich um 14.00 Uhr legte unser Schiff ab. Es ging in langsamer Fahrt die Kieler-Förde hinaus aufs offene Meer, vorbei am Marinedenkmal Laboe. Diese herrliche Rundumsicht konnte man am besten aus der Panorama-Lounge von Deck 15 genießen. Bei Tageslicht haben wir dann die dänische Insel Langeland passiert. Die weiteren Inseln, die wir passierten, waren in der aufziehenden Dunkelheit nicht mehr auszumachen. Mit etwas Glück konnte man die 18 km lange große Belt Brücke (Storebealt) erahnen, die Ost- und Westdänemark miteinander verbindet. Wir hatten eine sehr ruhige See. Um 17.30 Uhr haben wir uns, nachdem wir das Schiff erkundet hatten, zum gemeinsamen Abendessen in einem riesigen Speisesaal mit herrlichem Ambiente getroffen. Das Buffet hat keine Wünsche offen gelassen. Tolle Vorspeisen, Hauptmenüs mit z.B. Rentier- Elch- und Hammelbraten, eine Vielzahl von Fischgerichte, Salate und vieles mehr. Als Nachspeise gab es Eis, Torten, diverse Süßspeisen und Obst. Nach dem Essen konnte man die Shopping-Meile unsicher machen, eine Magic Show besuchen oder in den Bars gemütlich zusammen sitzen. Nach einem erlebnisreichen Tag ging es in die Kojen. Hier wurde man sanft in den Schlaf geschaukelt.

Am zweiten Tag (18.10.) morgens erreichten wir Oslos. Nach einem äußerst reichhaltigen Frühstück konnten wir die Einfahrt in den Oslo-Hafen beobachten. Gegen 10.00 Uhr legte unser Schiff am Kai an. Wir stiegen in einen bereitstehenden Bus um und eine Stadtführerin zeigte uns die Schönheiten der Hauptstadt von Norwegen. Oslo liegt im innersten Teil eines des schönsten Fjorde von Norwegen, umgeben von kleinen Inseln und bewaldeten Höhenzügen. Seit über 1.000 Jahren, beginnend von der Wikingerzeit bis heute, haben die Menschen hier einen idealen Ort für Handel, Industrie und Kultur gefunden. Das älteste Bauwerk der Stadt ist die Festung Akershus, deren Bau von König Håkon 1299 in Auftrag gegeben wurde.

Oslo hat heute mehr als 630.000 Einwohner. Bei der Fahrt durch die Stadt konnten wir wunderbare alte Häuser bewundern. Außerdem gibt es zahlreiche interessante Museen und Parks. Leider konnten wir aus Zeitgründen nur den Vigelandspark und das Fram-Museum besichtigen. Der Vigelandspark mit seinen einzigartigen Skulpturen ist das Lebenswerk des Bildhauers Vigeland. In den Jahren von 1924 bis 1943 schuf er 212 Figuren, davon 48 Bronzefiguren auf einer Brücke, 121 steinerne Figuren sowie eine 17 m hohe Säule aus Granit (Monolitt).

Nach dem Parkbesuch fuhren wir in Serpentinen hoch zum Holmenkollen. Dort war es leider nebelig und es regnete leicht. Die Wintersporteinrichtungen konnten nur schemenhaft erkannt werden, so dass wir unsere Fahrt bald zurück in die Stadt zum Fram-Museum antraten. In diesem Museum ist das 1892 Original-Norwegische-Polarschiff des Nordpolforschers F. Nansen ausgestellt. Mit diesem verhältnismäßigen kleinen Schiff hat Nansen 1893 bis 1896 im nördlichen Eismeer Forschungen durchgeführt. In den Jahren 1910 bis 1912 nutzte R. Amundsen dieses Schiff für seine erfolgreiche Expedition zum Südpol.

Nach dieser interessanten Holzschiffsbesichtigung mussten wir wieder zurück auf unser Kreuzfahrtschiff. Pünktlich um 14.00 Uhr legten wir in Oslo ab und es ging durch den Oslo-Fjord wieder zurück Richtung Kiel. Bei leichtem Nebel konnten wir die Schönheit des 118 km langen Fjordes genießen und schipperten bei Langesund in den Skagerrak ein. Hier erwartete uns ein etwas rauer Wind, der jedoch unserem großen Schiff nicht viel anhaben konnte. Das gemeinsame Abendessen in schon gewohnter Qualität haben alle ohne Probleme genießen können.

Am dritten Tag (19.10.) traf unser Schiff, nachdem wir uns mit einem ausgiebigen Frühstück gestärkt hatten, um 10.00 Uhr wieder in Kiel ein. Dort wartete unser Omnibus von Herrn Fritsche zu einer 2 stündigen Stadtrundfahrt. Obwohl einige schon mehrmals in Kiel waren, haben wir doch vieles an Neuheiten von Kiel gehört. Nach der Stadtrundfahrt traten wir unsere Heimreise nach Kaufungen an, das wir am späten Nachmittag wohlbehalten erreicht haben.

Alle Mitreisende sind sich einig, dass die Kulturfahrt nach Oslo wieder ein tolles Erlebnis und eine voller Erfolg war.

WB

Dies war die 20. Kulturfahrt, die unser Kulturwart und Ehrenvorsitzender Willi Buchner organisiert hat und wir danken ihm für die ausgezeichnete Vorbereitung und Durchführung dieser Fahrt.

WH

Kulturfahrt in den Harz – 2013

Die diesjährige Kulturfahrt fand am 29.08.2013 statt. Unser Ziel war der Harz, ein Mittelgebirge, das vor 500 Millionen von Jahren entstanden ist und bis ins Mittelalter Hart (Bergwald) genannt wurde.

Der Harz ist ein ovaler etwa 95 km langer und 35 km breiter sehr alter Gebirgsstock und erstreckt sich von Seesen (im Westen) bis zur Lutherstadt Eisleben (im Osten). Der größte Anteil des Harzes liegt in Sachsen-Anhalt, der Westteil in Niedersachsen und nur ein kleiner Teil im Süden liegt in Thüringen. Der höchste Berg im Harz ist der Brocken mit 1.142 m.

47 Wanderfreunde/innen sowie Gäste haben sich am 29.08. auf den Weg in den Harz gemacht. Erstes Ziel war das Torfhaus. Von dort aus haben 18 Wanderer den Aufstieg über den Goethe-Weg zum Brocken begonnen. Der Rest der Ausflugsgruppe fuhr mit dem Bus weiter bis zur Station „Drei Annen Hohne“ der Brockenbahn. Von dort ging es mit dem Zug aufwärts zum Brocken durch die wunderschöne Buchen- und Fichtenmischwälder. Die HSB (Harzer Schmalspurbahnen GmbH) unterhält heute ein Schmalspur-Streckennetz von 140,4 km Länge mit 44 Bahnhöfen und Haltepunkten.

Nach der Wiedervereinigung unseres Vaterlandes in 1989/90 wurde der Brocken als der „Berg der Deutschen“ gefeiert und lockt Millionen von Wanderern an. Das gesamte Plateau wurde renaturiert und die früheren militärischen Anlagen beseitigt. Am höchsten Punkt wurde eine Gipfelklippe eingerichtet. Dies ist ein beliebtes Motiv der Touristen.

Das rauhe Klima am Brocken ist vergleichbar mit den Hochlagen der Alpen oder der Insel Island. Oft weht ein kalter und nasser Wind mit Geschwindigkeiten bis zu 260 km je Stunde. Wenig verwunderlich ist es daher, dass sich die Baumgrenze unterhalb des Gipfels befindet.
Statistisch gibt es mehr als 300 Nebeltage im Jahr, aber auch 6 Tage mit sehr guter Fernsicht weiter als 100 km. Einen solchen Sonnentag durfte die Wandergruppe auf dem Brocken erleben. Auf dem Brocken haben sich beide Gruppen – Wanderer und Zugfahrer – wieder vereint. Es herrschte am Gipfel ein wunderbares fast stets sonniges Wetter mit sehr guter Fernsicht, Windstille und angenehme 16 Grad.

Nach 2,5 Stunden Aufenthalt ging es gemeinsam mit der Brockenbahn talwärts zur Bahnstation. Dort wartete unser Omnibus und wir sind zum Torfhaus zurückgekehrt. Eine Einkehr in die neue „Bavaria Alm“ mit gemeinsamen Abendessen bildete einen gelungenen Abschluss unserer Harzfahrt.

Auf der Rückfahrt konnten wir noch einen herrlichen Sonnenuntergang genießen. Alle Teilnehmer waren sich einig, dass sie eine wunderbare Kulturfahrt erlebt haben.
WB

Kulturfahrt 2012 nach Straßburg und ins Elsass

44 kulturinteressierte Mitglieder unseres Vereines und 2 Gäste haben an der Kulturfahrt 2012 nach Straßburg und ins Elsass vom 28. bis 30. August teilgenommen. Hauptziel war die Besichtigung des Europaparlamentes in Straßburg. Straßburg ist die elsässische Hauptstadt.

Erste Station der Omnibusfahrt war Heidelberg. Hier hatten die Teilnehmer Gelegenheit einen Bummel durch die Altstadt zu machen. Nachmittags in Straßburg angekommen hat uns eine charmante Reiseführerin die Sehenswürdigkeiten von Straßburg erläutert. Danach haben wir einen Stadtrundgang durch das historische Zentrum gemacht. Wir haben einiges über das ehemalige „Gerberviertel“, über „Petite France“, das berühmte Straßburger Münster und über zahlreiche Bürgerhäuser gehört. Dann sind wir in unser Quartier, das Holiday Inn Express in Geispolsheim bei Straßburg gefahren.

Am 2. Tag, den 29.08.2012 sind wir zunächst durch einen Feueralarm im Hotel aufgeweckt worden. Es stellte sich aber schnell heraus, daß es ein Fehlalarm war. Es war lediglich ein Brot im Toaster schwarz geworden und der Rauch hat die Feuermelder ausgelöst. Nach typisch französischem Frühstück sind wir bei herrlichem Wetter in das Elsass gefahren. Bei Selestat ging es über die Elsässische Weinstraße in die Weinberge. Wir haben sehr viel über das Elsass gehört, das einmal deutsch, einmal französisch, dann wieder deutsch war und nunmehr französisch ist. Die Elsässische Weinstraße liegt am Rande der Vogesen. Es gibt dort gute Weinlagen und es werden im Elsass 7 Rebsorten angebaut. Alle durchfahrenen Ortschaften haben blumengeschmückte Gässchen, bunte Fachwerkhäuser und gastlich Weinstuben. So haben wir unter anderem den schönsten Blumengarten im Elsass gesehen. Als Blumen werden hauptsächlich Geranien verwendet. Geranien werden deshalb bevorzugt, weil sie einen Abwehrstoff gegen Stechmücken haben. Nachdem wir die Ortschaften Orschwiller, Bergheim, Ribeauville und weitere Ortschaften durchfahren haben, sind wir im Münsterland gelandet. Eine Besonderheit in den Ortschaften ist, dass verschiedene Häuser an ihren Giebelwänden ein Herz und andere auf dem Dachfirst eine Weinflasche haben. Dies hat folgenden Grund: Wenn eine heiratsfähige Frau in einem Haus wohnt, ist ein Herz an der Giebelwand und wenn ein heiratsfähiger Mann in einem Haus wohnt, wird eine Weinflasche auf dem First angebracht. Daraus kann man erkennen, wo heiratsfähige Personen wohnen. Ziel unserer Fahrt war eine Käserei. Es ist die einzige Käserei im Elsass, in der der Munsterkäse hergestellt wird. Der hier produzierte Munster-Gerome wird aus Rohmilch hergestellt, die von Milchproduzenten gekauft wird. Die natürliche Umgebung, die Weideländer und die traditionelle Ernährung der Kühe sind es vor allem, die die hohe Qualität der Milch und des Käses garantieren. Der Munsterkäse hat eine sehr lange Tradition. Mönche haben diesen Käse schon vor 1.000 Jahren hergestellt. Der Käse wird in verschiedenen Variationen erzeugt. Nachdem wir die verschiedenen Sorten gekostet haben, führte uns eine Panoramafahrt durch die östlichen Vogesen. Wir sind bis ca. 1.000 Meter hoch gefahren und haben dort noch Befestigungsanlagen und Soldatenfriedhöfe gesehen. Am Ende der Vogesenrundfahrt sind wir in die Geburtsstadt von Dr. Albert Schweitzer, in Kaysersberg angekommen. Hier steht das grüne Haus, in dem Albert Schweitzer (Nobelpreisträger) geboren wurde. Nach dem Besuch dieses malerischen Ortes ging es in das Winzerstädtchen Riquewihr, der Perle des Elsass. Wir bummelten durch den von Stadtmauern umgebenen Ortskern. Auch hier sind wunderbare Häuser vorhanden. Bei einem Winzer haben wir einen Weinkeller besichtigt und eine Weinprobe genossen. Nach einem leckeren Abendessen mit landestypischen Spezialitäten, wie Flammkuchen, ein spezielles Fleischgericht, Salat und als Nachtisch Eis haben wir die Rückfahrt angetreten. Wir hatten sehr großes Glück mit dem Wetter, es war warm und wir hatten Sonnenschein. Die Fahrt durch das Elsass war ein tolles Erlebnis. Wir haben von unserer Reiseleiterin sehr, sehr viel gehört.

Am 3. Tag, den 30. August 2012, mussten wir schon wieder unsere Koffer packen. An diesem Tage stand die Besichtigung des Europaparlamentes auf dem Programm. Das Gebäude des Europaparlamentes ist ein sehr moderner imposanter Rundbau. Das Gebäude beinhaltet den Plenarsaal, sowie für jeden Europaabgeordneten ein Arbeitszimmer. Der Plenarsaal ist schlicht und hell. Das europäische Parlament ist weltweit die einzige multinationale parlamentarische Versammlung und das einzige Organ der Europäischen Union, das direkt von den Bürgern und Bürgerinnen gewählt wird. Es vertritt etwa 500 Millionen Menschen in Europa aus 27 Mitgliedstaaten der EU. Der offizielle Sitz befindet sich in Straßburg.Das Parlament arbeitet aber auch in Brüssel und Luxemburg. In Brüssel und Luxemburg tagen die einzelnen Arbeitsausschüsse. Sie bereiten die Plenarsitzungen in Straßburg vor. Der Haushalt der EU beträgt 120 Mrd. € pro Jahr. Die Arbeitsfähigkeit des Europäischen Parlamentes kostet jeden Bürger/Bürgerin der EU etwa 3 € pro Jahr. Das Parlament überwacht die Tätigkeiten der Kommissionen, in dem sie ihre Berichte über die einzelnen Politikbereiche, die Rechtsvorschriften und den Haushalt der Union unter die Lupe nimmt. Erst nach Zustimmung des Europäischen Parlamentes treten die Europäischen Richtlinien und Vorschriften in Kraft. Der Lebens- und Arbeitsrhythmus des Europäischen Parlamentes wird von einem Kalender bestimmt, dessen Wochen farblich unterteilt sind: Rot, Blau und Türkis. Jede Farbe entspricht einer Phase der parlamentarischen Tätigkeit. Die rote Woche ist das Kernstück des parlamentarischen Lebens. Zu diesem Anlass kommen alle Abgeordneten im Plenarsaal in Straßburg zusammen. Die Tagungswoche beginnt montags um 17.00 Uhr und endet freitags um14.00 Uhr. In der blauen Woche tagen die einzelnen Arbeitsausschüsse in Brüssel. Dort werden von den einzelnen Fraktionen die Standpunkte zu den anstehenden Sachthemen beraten, die dann in den Sitzungen des Plenums in Straßburg zu vertreten und zu beschließen sind. In der türkisfarbigen Woche können die Abgeordneten ihre Wahlkreisarbeiten erledigen. Das Europäische Parlament hat derzeit 736 Abgeordnete aus 27 Ländern.

Wir hatten die einmalige Gelegenheit etwas Besonderes im Plenarsaal durchzuführen. Wir konnten mit Stolz unseren Vereinsruf mit einem donnernden „Frisch Auf“ erklingen lassen.

Nach der Besichtigung haben wir die Heimfahrt angetreten. In Alsfeld war die Gelegenheit die Altstadt zu durchbummeln. Wir haben dann abends gegen 20.00 Uhr wieder Kaufungen erreicht.

Auch die Kulturfahrt in 2012 war und da waren sich alle Teilnehmer einig, ein besonderes Erlebnis. Wir hatten Glück mit dem Wetter und sind alle wieder wohlbehalten zurück gekommen.

WB

Kulturfahrt 2011 nach Leipzig

Am Samstag den 17.09.2011 starteten 49 kulturinteressierte Teilnehmer unseres Gebirgsvereines zu einer eintägigen Reise nach Leipzig. In Leipzig wurden wir von der bekannten Mundartdichterin „Lene Voigt“ im originellen out fit empfangen. Sie begleitete uns auf der ca. zweistündigen Stadtrundfahrt und hat uns die bekanntesten Sehenswürdigkeiten, garniert mit schönen Gedichten und Kochrezepten, erläutert.

Die berühmte Messestadt Leipzig liegt im Süden der Leipziger Tieflandbucht an den Mündungen der Parthe und Pleiße in die Weiße Elster. An wichtigen Handelsstraßen gelegen entwickelte sich Leipzig zu einer Messestadt von nationalem und internationalem Rang. Leipzig war im 17. Und 18. Jahrhundert bekannt als Umschlagsplatz für Pelze und Rauchwaren. Mittlerweile hat sich die Stadt zum zweitgrößten Bankenplatz in Deutschland nach Frankfurt/M herausgemacht. Von jeher gilt Leipzig auch als Stadt des Buches und der Musik. Zu diesem Ruf trugen Verleger wie Baedeker, Brockhaus und Reclam bei. Musikalisch wirkten hier u.a. Bach, Mendelsohn-Bartholdy, Schumann und Wagner. Diese Tradition halten zahlreiche namhafte Verlage, der Thomanerchor und das Gewandhausorchester aufrecht. Bedingt durch die Erschließung der reichen Silbervorkommen im Erzgebirge kam Leipzig rasch zu Wohlstand.

Im Oktober 1813 erlebte die Stadt die „Völkerschlacht“ der verbündeten europäischen Mächte gegen Napoleons Truppen. Den 160.000 Männern der Armee Napoleons standen ca. 225.000 Soldaten aus Preußen, Österreich, Schweden und der verbündeten Armee aus Russland gegenüber. Zum Gedenken an diese Schlacht, in der ca. 90.000 Soldaten getötet bzw. verletzt wurden, errichtete man genau 100 Jahre später das Völkerschlachtdenkmal. Der Bau kostete ca. 6 Millionen Goldmark und es wurden 120.000 t Beton und 26.000 Granitquader verbaut.

„Lene Voigt“ hat uns beigebracht, dass „der Gaffee en edler Drobben, ein Gedderdrank und wunderscheene“ ist. In der kleinen Fleischergasse findet man das Haus Coffee-Baum, das 1694 erstmals eine Lizenz für den Ausschank von Kaffee erhielt und somit eines der ältesten Kaffeehäuser Europas ist. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die spätgotische Thomaskirche. Am Naschmarkt gelegen ist der Zentralmesseplatz. Daneben liegt die Mädler-Passage, Leipzigs schönste Ladenpassage. Für diese Passage musste der bekannte Auerbachs-Hof weichen. Von ihm ist nur noch der durch Goethes „Faust“ berühmte Auerbachs Keller erhalten. In der Passage weisen Mephisto und Faust sowie die „verzauberten Zecher“ den Weg hinab in den Keller, den Faust 1525 tatsächlich besucht hat. Sein legendärer Fassritt ist auf zwei Wandgemälden verewigt. Vorbei an der Nikolaikirche, die am 9. Oktober 1989 weltbekannt geworden ist, als das seit 1982 abgehaltene monatliche Friedensgebet sich zur ersten Montagsdemonstration ausweitete, und zur friedlichen Revolution in der ehemaligen DDR führte. Besonders interessant ist auch der Nachbau des neuen (3.) Gewandhauses, welches durch den großen Einsatz des damaligen Gewandhauskapellmeisters Kurt Masur als einziger Neubau einer Konzerthalle in der DDR verwirklicht wurde. Die Grundsteinlegung fand 1977 und die feierliche Einweihung 1981 statt.

Im Park hinter dem Schwanenteich erinnert ein Denkmal an die Eröffnung der Bahnlinie Leipzig – Dresden. Jenseits davon sieht man den kolossalen Leipziger Hauptbahnhof, der in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre umfassend saniert wurde und es wurden unterhalb des Querbahnsteiges in 3 Ebenen mehrere Einkaufspassagen geschaffen. Die Frontlänge beträgt 296 m und der Bahnhof hat jeweils 220 m lange Bahnsteige. Er ist der größte Kopfbahnhof Europas. Alle wichtigen Teile gibt es in doppelte Ausführung, denn zu Kaisers Zeiten gehörte eine Hälfte der nach Leipzig führenden Bahn der Preußischen und die andere Hälfte der Sächsischen Staatsbahn.

Weitere Sehenswürdigkeiten sind das ehemalige Reichsgericht – heute arbeitet hier das Bundesverwaltungsgericht, welches u.a. Urteile über den Weiterbau der A 44 getroffen hat – das alte Messegelände, die russische Gedächtniskirche St. Alexi, der Leipziger Zoo und das Operngebäude. Zum Abschluss der Stadtrundfahrt haben wir gemeinsam im Auerbachs Keller unser Mittagessen eingenommen. Danach hatte jeder die Gelegenheit auf eigene Faust die Sehenswürdigkeiten von Leipzig zu erkunden. Dazu gehörten natürlich die eleganten Geschäfte in der Mädler-Passage und die gemütlichen Kaffeehäuser.

Um 17 Uhr mussten wir leider Leipzig verlassen und voll mit neuen, besonderen Eindrücken ging es zurück nach Kaufungen. Wir hatten Glück mit dem Wetter und der Besuch in Leipzig ist ohne Zwischenfälle verlaufen. Die Teilnehmer bedankten sich bei dem Organisator, dem Kulturwart unseres Vereins und wünschten, daß auch in den nächsten Jahren wieder Kulturfahrten stattfinden.

WB

Kulturfahrt 2009 nach Rügen

Am Sonntag, 19.07.2009 starteten 49 Teilnehmer unseres Gebirgsvereins zu einer 5-tägigen Reise nach Rügen. Rügen ist mit 926 Quadratkilometern die größte Insel Deutschlands und eine der schönsten an der Ostseeküste. Nur durch eine weniger als 1 km breite Wasserstraße ist sie vom Festland getrennt. Die Schönheit der Insel beruht auf ihrer landschaftlichen Vielfalt. Das Gelände steigt vom flachen, vorwiegend landwirtschaftlich genutzten Südwestteil nach Nordosten hin an, wo schließlich der berühmte Kreidefelsen steil ins Meer abfällt.

Nach einer 8-stündigen Busfahrt erreichten wir unser Ziel, die Stadt Bergen. Unser schönes Hotel war im Zentrum der Stadt gelegen, direkt neben der gotischen Kirche St. Marien. Diese Kirche, nach dem Vorbild des Lübecker Domes gebaut, zählt zu den herausragenden Beispielen des norddeutschen Backsteinbaus.

Am nächsten Tag haben wir den südöstlichen Teil Rügens erkundet. Zunächst ging es nach Putbus. Diese Stadt wird auch weiße Stadt genannt. Putbus ist eine planmäßig angelegte ehemalige fürstliche Residenz mit einem riesigen Schlosspark. Beeindruckend ist vor allem der riesige, kreisrunde „Cirkus“ genannte Hauptplatz, eingerahmt von weißgetünchten, klassizistischen Gebäuden im Herzen der Stadt.

Nach dieser Besichtigung ging es weiter nach Lauterbach. Hier haben zu Beginn des 19. Jahrhunderts die Fürsten von Putbus unweit ihrer Residenzstadt eines der ersten öffentlichen Bäder errichtet. Das Badehaus steht noch heute dort. Weiter ging die Fahrt nach Sellin und Baabe. Sellin mit seinen hübschen Villen der Bäderarchitektur liegt oberhalb einer 40 Meter hohen Steilküste. Eine breite Holztreppe führt hinab zum Strand und zur wieder hergestellten, historischen Seebrücke. Südlich von Sellin liegt auf einer weit in das Meer vorspringenden Landzunge das Ostseebad Göhren. Unsere Route führte uns weiter nach Thiesow, wo wir in einem typischen Fischerhaus unsere Mittagsrast einlegten. Zurück ging es mit einer der Hauptattraktionen Rügens, dem „Rasenden Roland“, einem von historischen Dampfloks gezogenen Schmalspurbähnchen mit Waggons aus längst vergangenen Zeiten.

Am dritten Tag stand eine Schiffsreise zu den Kreidefelsen auf dem Programm. Im Hafen von Sassnitz bestiegen wir ein Ausflugsschiff. Die Stadt Sassnitz ist bekannt durch ihren internationalen Hafen für die Ostseefährlinien nach Schweden und ins Baltikum. Oberhalb der Stadt leuchten Kreidewände von ehemaligen Kreidebrüchen. Sassnitz liegt im östlichen Teil der Halbinsel Jasmund, die aus mächtigen Kreideschichten besteht, die im Osten steil zum Meer hin abfallen. Diese weiß leuchtende Kreideküste ist das Wahrzeichen Rügens und die bekannteste Sehenswürdigkeit, die schon Caspar David Friedrich in seinem berühmten Ölgemälde festhielt. Der bekannteste Aussichtspunkt ist der Königsstuhl, 119 Meter über dem Meer. Es war eine ruhige Seefahrt, niemand ist seekrank geworden. Zurück und wohlbehalten in Sassnitz wieder an Land gegangen sind wir zur Perle Rügens, der Ostseebäderstadt Binz gefahren. Der größte und attraktivste Badeort Rügens mit seinem feinsandigen Strand und den vielen schönen Häusern im Stil der Bäderarchitektur war sehr sehenswert. Die alten Villen zeichnen sich durch ihre weiß gestrichenen, reich verzierten Holzfassaden mit Balkonen, Veranden und Erkern aus. Beeindruckend ist auch das imposante, dreiflügelige Kurhaus an der 370 Meter langen Seebrücke, an der die Ausflugschiffe anlegen. Nach einem längeren Aufenthalt ging es am Nachmittag zurück in unser Hotel.

Am Abend stand der Höhepunkt unserer Kulturfahrt auf dem Programm, der Besuch der Störtebeker-Festspiele in Ralswiek. Aufgeführt wurde der Abschnitt „Störtebekers Gold – Das Vermächtnis“. Die Freilichtbühne in Ralswiek ist ein in die Landschaft eingebundenes Bauwerk, in dem ca. 8000 Zuschauer Platz finden. Mitgewirkt haben hunderte Schauspieler und Statisten, über 30 Pferde, sogar 2 Schiffe wurden aufgeboten. Eine besondere Attraktion war unter anderem, als ein großer Seeadler dicht über den Köpfen der Zuschauer in Richtung Bühne schwebte. Zum Abschluss der Aufführung wurde noch ein großes Feuerwerk geboten. Dieser schöne Sommerabend – Höhepunkt unserer Kulturfahrt – klang mit einem Sektempfang in unserem Hotel aus.

Am vierten Tag unserer Reise ging es in den nördlichen Teil Rügens, auf die Halbinsel Wittow mit Kap Arkona. Dort an der Nordspitze steht der 46 m hohe neue Leuchtturm, unmittelbar neben dem älteren und kleineren Schinkelturm, in dem ein Museum über die Geschichte der Leuchtfeuer seit der Antike informiert. Auf diesem Areal befand sich in der Vorzeit die Jaromasburg, ein Heiligtum der hier ansässigen Westslawen, die nach der Eroberung von den Dänen zerstört wurde. Von den Leuchttürmen wanderten wir ins nahe gelegene Museumsdorf Vitt, ein denkmalgeschütztes Fischerdörfchen in einer windgeschützten Bucht. Von dort ging es mit der „Arkona-Bahn“ zurück zu unserem Bus in Putgarten. Über die Schaabe, eine schmale Landverbindung zwischen den Halbinseln Wittow und Jasmund, erreichten wir den riesigen Gebäudekomplex Prora. Ein gigantischer 4,5 km langer Betonbau, der als Ferienanlage von den Nationalsozialisten geplant aber nur zum Teil fertig gestellt wurde. Nach dem Krieg scheiterte ein Versuch der Roten Armee, diese gewaltige Anlage zu sprengen. Die zukünftige Nutzung ist noch ungewiss. Zurück im Hotel wurden wir vom Wirt mit einem tollen Büffet überrascht.

Am fünften Tag mussten wir der Insel Rügen leider wieder Adieu sagen. Es ging auf dem gleichen Weg wie auf der Hinfahrt zurück nach Kaufungen. Hier sind wir am Abend angekommen. Alle Teilnehmer waren sich einig, dass auch die diesjährige Kulturfahrt ein voller Erfolg war. Wir hatten Glück mit dem Wetter und alles ist harmonisch und ohne Zwischenfälle verlaufen.

Die Teilnehmer dankten dem Organisator Willi Buchner, Kulturwart unseres Gebirgsvereins, und wünschten sich, dass auch im nächsten Jahr wieder eine Kulturfahrt organisiert wird. Sie verabschiedeten sich mit einem kräftigen „Frisch Auf“.